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ann.friedrich@schule.saarland

Erwin Schorr verstorben

By Allgemein

Der Verband Deutscher Schulgeographie, Landesverband Saarland trauert um sein langjähriges Mitglied Erwin Schorr, der im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Erwin Schorr, Erdkunde- und Biologielehrer, gehörte unserem Verband mehr als 50 Jahre an. Auch durch seine langjährige berufliche Tätigkeit in leitender Funktion, u.a. als Landesfachberater und Fortbildungsleiter Biologie am damaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (heute Bildungscampus Saarland) und als Schulleiter am Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen, war er nicht nur mit einem hohen (inter-)fachlichen und fachdidaktischen Wissen ausgestattet, sondern verfügte über die notwendige Sensibilität im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten sowie Kolleginnen und Kollegen. Insofern war er in unserem Verband ein kompetenter Ansprechpartner, den viele von uns im Rahmen von Exkursionen oder Verbandstreffen menschlich und fachlich sehr schätzten.

Die Arbeit unseres Verbandes lag ihm immer am Herzen. Demzufolge hatte er sich als Ruheständler selbst angeboten, eine neue Verbandshomepage zu erstellen und diese kontinuierlich zu pflegen (ab 2012). Obgleich er den Ende des letzten Jahres begonnenen Prozess der Umstellung unserer bisherigen Website auf die einheitliche Homepage des VDSG-Bundesverbandes und der Landesverbände nicht mehr aktiv begleiten konnte, so hat er doch Ideen zum Inhalt der neuen Website geäußert und in den letzten Botschaften per Mail seine grundsätzliche Zustimmung zum Ausdruck gebracht.

Bis zuletzt blieb er unserem Verband treu. Sowohl im vorletzten (Esch-sur-Alzette) als auch im letzten Jahr (Heidelberg) hat er als einer von mehreren Seniorinnen und Senioren an einer Eintagesexkursion teilgenommen, sich vor Ort – wie immer – sehr interessiert gezeigt und den generationenübergreifenden Austausch bereichert. Als engagierter und in mehrfacher Hinsicht kompetenter Kollege und Ansprechpartner wird er uns in dankbarer Erinnerung bleiben.

Die Beisetzung findet am Freitag, den 26.06.26, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Siersburg statt.

Dr. Karsten Leutheuser und das Vorstandsteam des VDSG, LV Saarland

Schüleraustausch zwischen dem Robert Schuman Gymnasium Saarlouis und der Kitazono Highschool Tokyo

By Exkursionen

Zwischen Kulturschocks und Abschiedstränen – wie gelebte Gastfreundschaft interkulturelle Kompetenz fördert

Der Schüleraustausch zwischen dem Robert Schuman Gymnasium Saarlouis und der Kitazono Highschool Tokyo

Tokio – Old Meets New

Dieser Schriftzug begrüßt die Schülerinnen und Schüler des einwöchigen Austauschprogramms zwischen dem Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis und der Kitazono High School Tokyo im Herbst 2025, sobald sie die ersten Schritte aus dem Flughafen hinaus in die noch unbekannte, kaum zu begreifende Megastadt setzen. Kaum eine andere Stadt vereint moderne, dicht bebaute Hochhauslandschaften und technologische Innovationen so harmonisch mit traditionellen Ritualen und historischen Orten wie Schreinen.

Diese faszinierenden Eindrücke sollten die sieben Schülerinnen und drei Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren in der folgenden Woche im Rahmen ihres bereits zum zweiten Mal stattfindenden interkulturellen Austauschs mit ihren japanischen Austauschpartnerinnen und -partnern in den Gastfamilien teilen. Beidseitige Kulturschocks waren dabei nicht nur zu erwarten, sondern wurden später auch reflektiert und gemeinsam ausgewertet.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms bestand darin, nachhaltige Aspekte der Stadtentwicklung Tokios zu beobachten und zu bewerten. Gemeinsam mit ihren japanischen Mitschülerinnen und Mitschülern diskutierten die Teilnehmenden über Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze und setzten sich kritisch mit den unterschiedlichen Herangehensweisen an Umwelt- und Stadtentwicklungsfragen auseinander.

Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die nachhaltige Stadtentwicklung

Grüne Inseln und vertikale Gärten in der Megacity

Bei einem Spaziergang durch den Yoyogi-Park in der Nähe des Meiji-Schreins (Bild 1) beobachten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Bemühungen, die Stadt lebenswerter und grüner zu gestalten. Alte Parkanlagen werden modernisiert, neue Grünflächen angelegt und Hauswände werden als vertikale Gärten zum urban gardening verwendet. 

An vielen öffentlichen Gebäuden hängen Banner, die auf aktuelle Nachhaltigkeitsprojekte aufmerksam machen und erläutern, welche Ziele der Agenda 2030 hier konkret umgesetzt werden. Doch auch von Seite der Schülerinnen und Schüler werden kritische Stimmen laut.  Trotz der sichtbaren Zeichen für Nachhaltigkeit bleibt der hohe Ressourcenverbrauch in der Metropole. Etwa durch den massiven Einsatz von Plastik, der vor allem in den Convenience Stores (Konbini) sichtbar wird. 

„Schau mal, eine einzelne Banane ist in Plastik eingepackt“

Trotz aller Umweltinitiativen fällt der enorme Plastikverbrauch sofort auf. Lebensmittel werden häufig mehrfach verpackt, manchmal sogar einzeln in Folie eingeschweißt (Bild 2). Gleichzeitig gibt es in ganz Tokio erstaunlich wenige öffentliche Mülleimer. Der Grund dafür liegt einerseits in dem starken Bewusstsein für Sauberkeit und Eigenverantwortung, da Müll mit nach Hause genommen wird, um ihn dort zu entsorgen. Andererseits spielen auch Sicherheitsaspekte eine Rolle, da nach Anschlägen in den 1990er-Jahren viele Abfallbehälter aus dem öffentlichen Raum entfernt wurden.

Japan zählt laut Statista mit dem Export von über 600.000 Tonnen Plastikmüll auf dem Weltweit ersten Platz der Plastikmüllexporteure. Nach Angaben von Martin Kölling im Handelsblatt steht auch die japanische Regierung vor der Herausforderung, den immens hohen Verbrauch von Plastikverpackungen zu reduzieren. Im internationalen Vergleich zählt Japan zu den Ländern mit dem größten Anteil an Einwegplastik: Pro Kopf fallen jedes Jahr rund 37 Kilogramm an und damit etwa doppelt so viel wie in Deutschland. Bis zum Jahr 2030 soll dieser Wert um ein Viertel sinken. Das Ziel lautet, die Abhängigkeit von Plastik deutlich zu verringern und zugleich das Land weitgehend von Plastikmüll zu befreien. Anders als viele europäische Staaten setzt Japan dabei jedoch weniger auf Pfandsysteme oder zusätzliche Abgaben, sondern vielmehr auf technologische Innovationen, neue Materialien und Aufklärung in der Bevölkerung (Kölling, 2022). So stellten die deutschen Schülerinnen und Schüler heraus, dass während in deutschen Supermärkten der Trend zu Mehrwegverpackungen zunimmt, in Japan das Prinzip der Einwegverpackung vorherrscht.

Zwischen Teezeremonie und Schnick-Schnack-Schnuck

Im Rahmen unseres Austauschprojekts mit der Kitazono High School in Tokyo erhielten unsere Schülerinnen und Schüler tiefe Einblicke in den japanischen Schulalltag. Die Begegnung begann mit einer herzlichen Willkommenszeremonie, die von zwei Schülerinnen zweisprachig moderiert wurde. Tanz- und Musikaufführungen, eine traditionelle Teezeremonie (Bild 3), bei der wir lernten, Matcha zuzubereiten, sowie kurze Vorträge über die japanische Kultur gaben einen ersten Eindruck vom vielfältigen Schulleben.

Bemerkenswert war die Offenheit der japanischen Jugendlichen, die auch unsere Schülerinnen und Schüler überraschte, da das stereotype Bild der zurückhaltenden Japaner zunächst noch in ihren Köpfen verankert war. Anders als an vielen anderen Schulen gibt es an der Kitazono High School keine Schuluniform. Dies wurde während der Willkommensfeier als Ausdruck von Individualität und Toleranz durch die japanischen Schülerinnen hervorgehoben. Viele unserer Schülerinnen und Schüler empfanden diese Atmosphäre als besonders einladend und respektvoll und nahmen die Gastfreundschaft zum Anlass, sich selbst auf Japanisch vorzustellen und erste Kontakte zu knüpfen.

Nach der Zeremonie verließen die Schülerinnen und Schüler die gewohnte Umgebung in der Obhut der betreuenden Lehrkräfte Florian Bohr und Franca Blank und es folgte der Einzug in die Gastfamilien der Rückblickend den Startschuss für intensive kulturelle Lernerfahrungen gab.

Den Alltag der Japanischen Jugendlichen miterleben 

In den Gastfamilien angekommen, schickten die deutschen Schülerinnen und Schüler erste Fotos ihrer gemeinsamen Abendessen. Die Auswahl reichte von Besuchen in Sushi-Restaurants, die von Robotern betrieben wurden, bis hin zum gemeinsamen Zubereiten von Takoyaki (Oktopusbällchen) in den Gastfamilien. 

„Vor jeder Mahlzeit sagten wir ‚Itadakimasu‘ und danach ‚Gochisousama deshita‘ .Das zeigt die Dankbarkeit für das Essen“, erklärt eine Teilnehmerin. Wobei hier unterschiedliche Gewohnheiten auffielen.
„In Japan isst man morgens Mahlzeiten, die bei uns als Hauptgericht gelten. Das war mein größter Kulturschock.“

In den folgenden Tagen wurde jedoch nicht nur die japanische Küche schätzen gelernt, sondern auch traditionelle Aktivitäten ausprobiert. So besuchten einige Schülerinnen mit ihren Gastfamilien die berühmten Onsen (heißen Quellen) oder unternahmen Ausflüge in verschiedene Stadtteile Tokios. Auch hier blieben die Schülerinnen und Schüler nicht von Kulturschocks verschont. Viele der deutschen Schülerinnen und Schüler waren überrascht von der Organisation und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum.

„Es ist zwar ein Klischee, aber es stimmt“, erzählt eine Schülerin. „In der Metro stellen sich alle geordnet an . Auf der Rolltreppe steht man links, damit Eilige rechts vorbeigehen können.“

Ein weiterer, häufig genannter Punkt war die außergewöhnliche Sauberkeit Tokios.

„Ich war sehr überrascht, dass trotz der wenigen Mülleimer nirgendwo Müll herumlag und auch die U-Bahnen sehr sauber waren“, berichtet eine Schülerin.

Viele durften die traditionellen Kimonos ihrer Austauschpartnerinnen anprobieren oder erhielten Einblicke in die Wochenendgestaltung, etwa bei Sportaktivitäten oder Chorproben. Zusätzlich wurde das Thema Gastfreundschaft immer wieder betont. 

„In meiner Gastfamilie war es richtig schön. Alle waren begeistert, dass man da war und sie einem ihre Kultur näherbringen konnten.“ „Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass man sich für jede Kleinigkeit bedankt . Zum Beispiel für das Eingießen von Wasser oder das Betreten eines Raumes“, ergänzt eine andere Schülerin.

Nach dem Abendessen wurde häufig gespielt, wobei die Auswahl von Nintendo bis zu Kartenspielen reichte. Verständigung Probleme spielten hier keine Rolle. Auch deutsche Spiele wie Schnick-Schnack-Schnuck wurden den Gastfamilien beigebracht und man wuchs immer mehr zusammen. 

Montags erlebten die Teilnehmenden einen echten Schultag an einer japanischen Highschool. Der besuchte Unterricht reichte von japanisch Unterricht bis hin zu Chemieunterricht auf japanisch. Besonders begeistert waren alle von dem Kalligraphie Unterricht (Bild 4) oder dem erlernen des traditionellen Instruments Shamisen. 

Abschied mit einem weinenden und einem lächelnden Auge

Am Ende der Austauschwoche fand eine große Abschiedsfeier, die der Willkommensfeier in nichts nachstand. Der einzige Unterschied war, dass Fremden bereits Freunde wurden. Nach Vorführungen eines traditionellen Kendō-Clubs und der schuleigenen Band wurde es emotional, da es nach einer Woche voller gemeinsamer Erinnerungen hieß Abschied zu nehmen.

Trotz Sprachbarrieren und unzähligen beidseitigen Kulturschocks entstand eine tiefe Verbundenheit. Viele Jugendliche formulierten den Wunsch, diese Offenheit und Neugier auf andere Kulturen auch in ihrem Alltag in Deutschland beizubehalten und haben die japanischen Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen auch uns in Saarlouis am Robert Schuman Gymnasium zu besuchen.

Diese Begegnung hat gezeigt, dass interkulturelle Bildung weit über die Sprachkenntnisse hinausgeht. Gegenseitiger Respekt für die Andersartigkeit ist für einen funktionierenden Austausch essenziell. 

Fazit und Dank

Für uns sowie unsere Schülerinnen und Schüler war diese Reise mehr als ein Austausch, da sie unser Bewusstsein für andere Kulturen verändert hat.

Ein besonderer Dank gilt dem Verband Deutscher Schulgeographie e.V Saarland, Asko Europa-Stiftung, dem La Maison Saarlouis, der Fahrschule KVI in Saarlouis, der Prowin Pronature und dem Kultusministerium Saarland, ohne die diesen Austausch durch ihre finanzielle Unterstützung erst ermöglicht haben. Ohne dieses Engagement wäre ein derart tiefgreifender interkultureller Austausch nicht denkbar gewesen. Wir hoffen, dass dieses Projekt auch künftig im zweijährigen Rhythmus fortgesetzt werden kann.

Kölling, Martin (2022): Japan kämpft mit Innovationen gegen den Plastikmüll. In: Handelsblatt – Asia Techonomics, 16. Februar 2022, 15:19 Uhr. URL: https://www.handelsblatt.com (letzter Zugriff: 30. Oktober 2025).

Abbildungen: 

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Bild 1

Bild 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 3

Bild 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Austauschprogramm: Exchange of Educators

By Exkursionen

BNE-Training in der Namib-Wüste, NaDEET, 2024

„Exchange of Educators“ – Internationale Lehrerbildung an der Universität Trier

Die Universität Trier bietet Lehramtsstudierenden mit dem Austauschformat GermanNamibian Exchange of Educators eine außergewöhnliche Möglichkeit, sich gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften aus Deutschland und Namibia im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weiterzuentwickeln.

Das Austauschformat wird von Geographie und ihre Didaktik sowie der Nachhaltigen Regional- und Standortentwicklung der Universität Trier in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Namibia umgesetzt und richtet sich insbesondere an Lehramtsstudierende der Geographie. Es umfasst zwei Studienreisen mit BNE-Trainings in Deutschland und Namibia, Workshops, Hospitationen, Webinare sowie internationale Projektarbeit.

Lehramtsstudierende und Fachkräfte arbeiten gemeinsam an realen Fragestellungen und BNE-Projekten, die sie in bilateralen Teams entwickeln und umsetzen – beispielsweise in interkulturellen Lernmodulen oder Nachhaltigkeitsprojekten. Das Austauschprogramm steht nicht nur Studierenden, sondern auch bereits berufstätigen Lehrkräften offen. Teilnehmende erhalten direkte Einblicke in eine andere Bildungslandschaft und andere Kulturen, insbesondere durch Hospitationen vor Ort. Dieser Perspektivwechsel fördert interkulturelle Sensibilität und Offenheit, Fähigkeiten, die im Schulalltag zunehmend gefragt sind.

Ein zentrales Element des Programms ist die vertiefte Qualifikation im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung, einem Thema, das im heutigen Schulunterricht immer stärker gefragt ist. Teilnehmende vertiefen ihr fachliches Wissen und entwickeln Methodenkompetenzen, die sie direkt in ihre Unterrichtspraxis einfließen lassen können. Durch die gemeinsame Projektarbeit mit internationalen Kolleg:innen und Schüler:innen sammeln Lehrkräfte wertvolle praktische Erfahrungen, die von der Konzeption innovativer Lernmodule bis zur Anwendung neuer didaktischer Methoden im Unterricht reichen. Zudem entstehen internationale Netzwerke, die auch langfristig Bestand haben.

Der GermanNamibian Exchange of Educators ist weit mehr als ein klassischer Austausch: Es verbindet praxisorientierte Lehrerbildung mit globaler Perspektive und nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen. Lehrkräfte, die daran teilnehmen, profitieren von intensiven Fortbildungen, internationalen Erfahrungen und einem erweiterten professionellen Blick – Qualitäten, die in einer sich wandelnden Bildungslandschaft besonders gefragt sind.

Weitere Informationen bietet die Arbeitsgruppe Geographie und ihre Didaktik im Fachbereich VI der Universität Trier. Ansprechperson ist Barbara Scharfbillig (scharfbillig@uni-trier.de).

 

BNE-Training im BioGeoLab, Uni Trier, 2025

Teilnehmende des deutsch-namibischen Austausches für Pädagog:innen, Suni e.V., 2024

Wasser in der Atacama-Wüste – Analyse von Nebel-Ökosystemen als potenzielle nachhaltige Wasserquelle

By Fortbildungen

Fortbildung: „Wasser in der Atacama-Wüste – Analyse von Nebel-Ökosystemen als potenzielle nachhaltige Wasserquelle“

Erläuterung:

Die Atacama-Wüste gilt mit teilweise weniger als einem Liter Niederschlag pro m² im Jahresmittel als eine der trockensten Regionen weltweit. Dem steht ein enormer Wasserbedarf vor allem für die Gewinnung von Lithium gegenüber, die für die Produktion von Batterien benötigt wird. Nebel stellt daher eine komplementäre und nachhaltige Wasserquelle, um insbesondere den Wasserbedarf der lokalen Bevölkerung zu decken. Nebel-Ökosysteme, welche die regelmäßig auftretenden Küstennebel als Wasserquelle nutzen, können hierbei als Indikatoren für das Potenzial der Frischwassergewinnung mit Nebelkollektoren bilden. In dem Vortrag wird die Erforschung dieser Nebel-Ökosysteme und daraus abgeleiteter Potenziale für die lokale Wassergewinnung diskutiert.

 

Referent:

Prof. Dr. Alexander Siegmund

Pädagogische Hochschule & Universität Heidelberg Institut für Geographie und Geokommunikation, Research Group for Earth Observation – rgeo UNESCO Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten

Datum:

Montag, 8.6.2026

Zeit:

15.30 – 17.30 Uhr (Dauer des Vortrags von Prof. Dr. Siegmund etwa 1h, anschließend gemeinsamer Austausch, Kaffee, Getränke und Snacks)

Ort: 

Bildungszentrum Kirkel, Am Tannenwald 1, 66459 Kirkel www.bildungszentrum-kirkel.de

Teilnehmende:

Lehrkräfte für das Fach Geographie/Erdkunde an allgemeinbildenden Schulen sowie interessierte Lehrkräfte
Die Veranstaltung steht online unter

https://www.westermann.de/veranstaltung/219958/Wasser-in-der-Atacama-Wueste-Analyse-von-Nebel-Oekosystemen-als-potenzielle-nachhaltige-Wasserquelle-Eine-Veranstaltung-in-Kooperation-mit-dem-Verband-Deutscher-Schulgeographie-e-V-Saarland