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Waldsterben – Ein in Verges­senheit geratenes Um­welt­problem?

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von Jochen Kubiniok

Der Begriff Waldsterben wurde in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Ausdruck für die Veränderung Deutscher und Europäischer Waldökosysteme geprägt. Er stellt zum damaligen Zeitpunkt die mediale, öffentlichkeitswirksame Umsetzung rund 10jähriger wissenschaftlicher Messreihen der Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich im Solling ( Ulrich et al 1979, Ulrich 1981) dar, die eine extrem hohe atmogene Säure- und Stickstoffbelastung sowie eine daraus resultierende Destabilisierung mitteleuropäischer Waldökosysteme belegten.

Natur­ge­gebene und anthropo­gene Gren­zen der er­neu­er­ba­ren E­ner­gien

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von Wolfgang Brücher

Erneuerbare Energien gelten allgemein als „unerschöpflich“, da sie von der Natur ständig nachgeliefert werden, also „nachhaltig“ sind. Hierzu zählen die regelmäßig, direkt und indirekt von der Sonne gelieferten solaren Energien Wärme, Licht, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse.1 Stehen diese deshalb aber auch in unbeschränkten Mengen zur Verfügung – oder stößt ihre Nutzung an Grenzen, die vom Raum oder durch den Menschen selbst gesetzt werden?

Geographie und Wirtschaft, Rivalität oder Be­reic­he­rung?

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von Jutta Müller-Neu

„Ökonomische Zusammenhänge gewinnen immer mehr an Bedeutung. – Mehr denn je ist es in der heutigen Zeit notwendig, ökonomische Zusammenhänge zu begreifen, um auch die komplexen Vorgänge in unserer Gesellschaft erkennen und verstehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die wachsende Bedeutung der Dienstleistungen und das Vordringen der Informationstechnologien in alle Bereiche des Lebens mit ungeheuerer Geschwindigkeit voranschreiten – ebenso wie die Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaft.“ (1) Auf gedanklichen Grundlage dieser Art wurden in den neunziger Jahren die Forderungen aus der Wirtschaft nach der Vermittlung von mehr Wirtschaftswissen in Schulen immer lauter.

Der Saar­Lor­Lux-Raum – zwi­schen Re­al­ität und Vi­sion

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von Gundula Scholz, M.A.

Seit der Osterweiterung am 1. Mai 2004 finden in der Europäischen Union 75 Millionen neue EU-Bürger ein Zuhause. Der politische und wirtschaftliche Zusammenschluss der nunmehr 25 Länder stellt eine einmalige Chance für das Leben seiner Einwohner dar. Gerade in den Grenzregionen bieten sich den Menschen vielfältige Möglichkeiten, die kulturelle Vielfalt, die Andersartigkeit der Nachbarländer sowie die Vor- und Nachteile hautnah in Alltagssituationen zu erleben.

„Saarlän­dische Schü­ler­in­nen und Schü­ler haben mit ZORA gu­te Kar­ten!“ Das Lan­des­amt für Ka­tas­ter-, Ver­mes­sungs- und Kar­ten­wesen stellt saar­län­disch­en Schu­len das ge­o­gra­fisch­e In­for­ma­tions­system kostenlos zur Ver­fü­gung

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Für den Erdkundeunterricht im Saarland beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung. Denn ab sofort hält das geographische Informationssystem „ZORA“ (Zeichnen, Orientieren, Rechnen, Auskunft) des Landesamtes für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen (LKVK) Einzug in die saarländischen Klassenzimmer.

Reconstruction Map und Conceptual Change – Eine Me­tho­de zur Um­setz­ung des kon­struk­ti­vis­tischen An­satz­es

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von Carina Peter

Kinder und Jugendliche bauen Vorstellungen auf, die sie aus Medien wie Internet und Fernsehen erhalten haben. Aber auch alltägliche Erfahrungen oder Gespräche mit Eltern und Freunden führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler Vorstellungen, Erklärungsmodelle und Konzepte (conceptions) zu Sachverhalten und Phänomenen entwickeln. Diese Präkonzepte sind oftmals nicht mit den in der Schule vermittelten Unterrichtsinhalten kompatibel. Der Lehrer übergeht diese Konzepte häufig in dem Glauben, sie werden sich im Laufe des unterrichtlichen Prozesses relativieren. Dabei sind solche Präkonzepte fest im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler verankert und „lassen sich im Unterricht nicht einfach überwinden oder ersetzen“ (Reinfried 2007: 22). Präkonzepte haben sich als eine zentrale Ursache für Lernschwierigkeiten erwiesen (vgl. DUIT 1993: 16). Daher scheint es von Bedeutung zu sein, sie im Unterricht zunächst aufzugreifen, um sie dann einbeziehen und wandeln zu können.

Der Mythos vom „Brüc­ken­fach“

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von Peter Weichhart

Mythen, Metaphern und Stereotype erleichtern uns zweifellos das Leben. Sie reduzieren Komplexität, lassen Zusammenhänge und Probleme als klar verständlich erscheinen […]. Das Reden von der Geographie als „Brückenfach“, „Schnittstellenfach“ oder als „integrierende Disziplin“ gehört für mich zu den geistesgeschichtlich wie fachpolitisch besonders wirksamen Metaphern, weil es ein sehr komplexes und schwieriges Problem auf eine geradezu geniale Weise vereinfacht und mit der implizit präsentierten Problemlösung für den disziplinär sozialisierten Rezipienten eine hohe Evidenz evoziert.