von Carina Peter
Kinder und Jugendliche bauen Vorstellungen auf, die sie aus Medien wie Internet und Fernsehen erhalten haben. Aber auch alltägliche Erfahrungen oder Gespräche mit Eltern und Freunden führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler Vorstellungen, Erklärungsmodelle und Konzepte (conceptions) zu Sachverhalten und Phänomenen entwickeln. Diese Präkonzepte sind oftmals nicht mit den in der Schule vermittelten Unterrichtsinhalten kompatibel. Der Lehrer übergeht diese Konzepte häufig in dem Glauben, sie werden sich im Laufe des unterrichtlichen Prozesses relativieren. Dabei sind solche Präkonzepte fest im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler verankert und „lassen sich im Unterricht nicht einfach überwinden oder ersetzen“ (Reinfried 2007: 22). Präkonzepte haben sich als eine zentrale Ursache für Lernschwierigkeiten erwiesen (vgl. DUIT 1993: 16). Daher scheint es von Bedeutung zu sein, sie im Unterricht zunächst aufzugreifen, um sie dann einbeziehen und wandeln zu können.