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Herbstwanderung 2026: Gelungene Premiere im Pirminiuswald

By auf_startseite, Exkursionen

 

Mit der erstmals angebotenen Herbstwanderung hat unser Verband am 26. September 2026 erfolgreich ein neues Veranstaltungsformat etabliert. Unter dem Titel „Geologie und Ökologie im Zusammenspiel – Das Biosphärenreservat Bliesgau in Zeiten des Klimawandels“ führte die Exkursion durch das Revier Pirminiuswald bei Blieskastel und verband fachliche Weiterbildung, Naturerlebnis und kollegialen Austausch auf besondere Weise. 

 

Die Teilnehmenden freuten sich über angenehme Temperaturen, Sonnenschein und trockene Wege, insgesamt also ideale Wanderbedingungen. Weniger erfreulich ist das stabile Hochdruckwetter für Waldbewohner, Böden und Vegetation. An mehreren Stationen wurde deutlich, was in Alltagsgesprächen der vergangenen Wochen immer wieder thematisiert wird: die Natur im Bliesgau (und nicht nur dort) benötigt dringend wieder einmal einen ergiebigen Regenschauer.

Im Mittelpunkt der rund sechs Kilometer langen, teilweise querfeldein verlaufenden Exkursion stand die fachkundige Führung durch Herbert Carius, Geoökologe und seit Jahrzehnten praktisch tätiger Wildtierforscher und unseren Vorstandskollegen Johannes Schmitt, Geografielehrer und langjähriger Begleiter zahlreicher Exkursionen von Herbert Carius, der dessen umfangreiche Kenntnisse des Exkursionsgebietes mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen ergänzte. Die Ausführungen beeindruckten durch die gelungene Verbindung wissenschaftlicher Fundierung und langjähriger Praxiserfahrung. Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Geologie, Ökologie und Waldentwicklung im Biosphärenreservat Bliesgau. Dabei wurden unter anderem Fragen der Klimaanpassung von Wäldern, der Naturverjüngung sowie die Bedeutung geologischer Voraussetzungen für Landschaft und Lebensräume anschaulich erläutert. 

Besonders bereichernd war die Art und Weise, wie Herr Carius komplexe Zusammenhänge vermittelte. Sein Vortrag war gespickt mit interessanten Details, aktuellen Beobachtungen und zahlreichen Beispielen aus der eigenen Forschungs- und Berufspraxis. Ob Fuchs, Marder, Reh oder Wildschwein, immer wieder gelang es ihm, ökologische Zusammenhänge lebendig und verständlich darzustellen. Dabei sorgte sein Humor regelmäßig für Schmunzeln in der Gruppe und trug wesentlich zur lockeren und angenehmen Atmosphäre bei.

Für die Teilnehmenden bot die Wanderung zahlreiche neue Eindrücke und Denkanstöße. Viele Aspekte, die im Geographieunterricht regelmäßig thematisiert werden, konnten direkt vor Ort beobachtet und diskutiert werden. Gerade diese Verbindung von fachlichem Anspruch und unmittelbarer Anschauung machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Den gelungenen Abschluss fand die Herbstwanderung bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Zum Pferchtal“. In gemütlicher Runde wurden die Eindrücke des Nachmittags vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und aktuelle Entwicklungen in Schule, Geographie und Verband besprochen. Die entspannte Atmosphäre bot den idealen Rahmen, um bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. 

Die durchweg positive Resonanz zeigt, dass die Herbstwanderung als neues Format sehr gut angenommen wurde. Sie hat eindrucksvoll bewiesen, wie gewinnbringend die Verbindung von geographischer Exkursion, fachlichem Austausch und persönlicher Begegnung sein kann. Ein herzlicher

Dank gilt Herbert Carius für die hervorragende Leitung der Exkursion sowie allen Teilnehmenden, die zum Gelingen dieser Premiere beigetragen haben. 

 

Bericht von Tobias Kutsch, Schriftführer